Bericht: Mitgliederversammlung des Bezirksseniorenrats am 29. 04.2019

Nach stimmungsvollem Auftakt der Ammerbucher Mundharmonikagruppe begrüßte der Vorsitzende die vollständig anwesenden Vertretungen der einzelnen Seniorengruppen, – kreise und -clubs. Unter den Gästen hieß er u.a. Bürgermeisterin Christel Halm, Alt-Bürgermeister Hugo Dieter, Michael Lucke, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Tübingen, Christoph Bechtold, Bürgerbus-Koordinator, Klaus  Kuhm vom VdK sowie die Vertreterinnen der Seniorenkreise der evangelischen. der methodistischen und der katholischen Kirchengemeinden willkommen.

In seinem Grußwort ging Michael Lucke unter anderem auf die demografische Entwicklung und besonders auf die Notwendigkeit der Interessenvertretung für die ältere Generation ein. „Sie haben etwas zu sagen, mischen sie sich ein“, rief er den Anwesenden zu. Denn in den kommunalpolitischen Wahlprogrammen der einzelnen Parteien und Gruppierungen sei wenig über die Senioren zu finden. Entsprechende Forderungen,  kämen auch der nachfolgenden Generation der geburtenstarken Jahrgänge zu Gute. Für das Engagement des Ammerbucher Seniorenrats fand Lucke lobende Worte und bedauerte das Ausscheiden seines Vorsitzenden.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht bedankte sich Roland Ensinger bei der Samariterstiftung und bei der Gemeinde für die wiederholte Bereitstellung des Versammlungsraumes und für die finanzielle Unterstützung seitens des Landkreises und der Gemeinde. Zugleich erinnerte er an die seit 2016 zugesagte 20 %-Stelle in der Gemeindeverwaltung zur Unterstützung der Arbeit des BSRA. Außerdem war es ihm wichtig, bei den im vergangenen Jahr gestellten Aufgaben besonders auf die Forderung nach öffentlichen Toiletten, insb. im EKZ Pfäffingen sowie auf  das Engagement für die Erhaltung des Samariterstifts, für Versorgungs -, Pflege- und Betreuungsangebote, für die Thematik Wohnen im Alter und für die Erstellung von Wahlprüfsteinen zur Kommunalwahl in Kooperation mit dem Behindertenbeauftragten einzugehen. „Allerdings fanden“, so Roland Ensinger,  „unsere Erkenntnisse und Vorschläge sowie unsere  Dialogbereitschaft hinsichtlich der Planung des Seniorenzentrums Poltringen leider bei Gemeinderat und Gemeindeverwaltung nicht die erhoffte Resonanz und blieben weitgehend unberücksichtigt“. Auch die Anregungen für die Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit im sozialen Bereich – vergleichbar den sportlichen, kulturellen und musikalischen Bereichen – seien nicht weiter verfolgt worden.

In seinem Ausblick bat der BSRA-Vorsitzende unter anderem besonders die Unterstützung der Seniorengruppen, die Mitarbeit im Beirat „Seniorenwohnen“ und den Ausbau des Beratungsangebots des Pflegestützpunkts Ammerbuch in den Blick zu nehmen. Und an die Adresse der Kommunalpolitik gerichtet warb er um gute und verlässliche Rahmenbedingungen für die Seniorenarbeit. Seinen Dank für die vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit mit dem Vorstandskollegium verband er gegenüber seiner Stellvertreterin Ellen Dieter mit Blumen und einem Präsent.

Bürgermeisterin Christel Halm betonte in ihrem Grußwort, wie man in vielen Fragen gemeinsame und gute Lösungen erreicht habe. So etwa beim Pflegeheim, das die Gemeinde jetzt an die Samariterstiftung verkauft habe. Und beim geplanten Poltringer Seniorenzentrum sei nun der Aufstellungsbeschluss ergangen. Auch die Unterstützung der Seniorenarbeit durch ihre Sachgebietsleiterin Susanne Keefer zähle dazu. Die  jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit von Ellen Dieter sowohl im Seniorenrat als auch im Entringer Seniorenkreis bedachte die Bürgermeisterin mit viel Lob und Anerkennung. Besonders hob sie dabei den von ihr oft  organisierten „Urlaub im eigenen Bett“ hervor.

Der Erfahrungsbericht von Bürgerbus-Koordinator Christoph Bechtold über den auch vom BSRA geforderten und seit Oktober 2018 von der Gemeinde angebotenen kostenlosen Fahrdienst stieß ebenso auf großes Interesse. Dabei kam zum Ausdruck, dass der Bus durchaus noch mehr nachgefragt werden kann. „Ich habe zwar Verständnis, wenn man das eigene Auto möglichst lange noch selbständig steuern will, aber man sollte sich beim Ein- und Ausstieg doch nicht so abquälen, wie ich das oft beobachte“, so der Koordinator.

Die anstehenden Regularien mit Berichten der Kassiererin Erika Aicheler und den Kassenprüferinnen Angela Krohmer und Sabine Schaffert-Renz sowie die Entlastung des Vorstands fanden jeweils die erforderliche Zustimmung. Bei den  notwendig gewordenen Nachwahlen wurden Inge Eißler als Vorsitzende, Roland Steiner als Schriftführer und als Beiratsmitglieder gewählt bzw. berufen: Monika Rohlfs, Ingrid Bückle und Günter Planner. Für die Funktion einer/s stellvertretenden Vorsitzenden wollte niemand kandidieren.

Mit dem gemeinsam gesungenen und von der Mundharmonikagruppe begleiteten Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ wurde die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung beendet.