Infos und Vorhaben

Bericht über die BSRA-Mitgliederversammlung am 29. April 2019 in der Begegnungsstätte Ammerbuch-Entringen

Nach stimmungsvollem Auftakt der Ammerbucher Mundharmonikagruppe begrüßte der Vorsitzende die vollständig anwesenden Vertretungen der einzelnen Seniorengruppen, – kreise und -clubs. Unter den Gästen hieß er u.a. Bürgermeisterin Christel Halm, Alt-Bürgermeister Hugo Dieter, Michael Lucke, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Tübingen, Christoph Bechtold, Bürgerbus-Koordinator, Klaus  Kuhm vom VdK sowie die Vertreterinnen der Seniorenkreise der evangelischen. der methodistischen und der katholischen Kirchengemeinden willkommen.

In seinem Grußwort ging Michael Lucke unter anderem auf die demografische Entwicklung und besonders auf die Notwendigkeit der Interessenvertretung für die ältere Generation ein. „Sie haben etwas zu sagen, mischen sie sich ein“, rief er den Anwesenden zu. Denn in den kommunalpolitischen Wahlprogrammen der einzelnen Parteien und Gruppierungen sei wenig über die Senioren zu finden. Entsprechende Forderungen,  kämen auch der nachfolgenden Generation der geburtenstarken Jahrgänge zu Gute. Für das Engagement des Ammerbucher Seniorenrats fand Lucke lobende Worte und bedauerte das Ausscheiden seines Vorsitzenden.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht bedankte sich Roland Ensinger bei der Samariterstiftung und bei der Gemeinde für die wiederholte Bereitstellung des Versammlungsraumes und für die finanzielle Unterstützung seitens des Landkreises und der Gemeinde. Zugleich erinnerte er an die seit 2016 zugesagte 20 %-Stelle in der Gemeindeverwaltung zur Unterstützung der Arbeit des BSRA. Außerdem war es ihm wichtig, bei den im vergangenen Jahr gestellten Aufgaben besonders auf die Forderung nach öffentlichen Toiletten, insb. im EKZ Pfäffingen sowie auf  das Engagement für die Erhaltung des Samariterstifts, für Versorgungs -, Pflege- und Betreuungsangebote, für die Thematik Wohnen im Alter und für die Erstellung von Wahlprüfsteinen zur Kommunalwahl in Kooperation mit dem Behindertenbeauftragten einzugehen. „Allerdings fanden“, so Roland Ensinger,  „unsere Erkenntnisse und Vorschläge sowie unsere  Dialogbereitschaft hinsichtlich der Planung des Seniorenzentrums Poltringen leider bei Gemeinderat und Gemeindeverwaltung nicht die erhoffte Resonanz und blieben weitgehend unberücksichtigt“. Auch die Anregungen für die Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit im sozialen Bereich – vergleichbar den sportlichen, kulturellen und musikalischen Bereichen – seien nicht weiter verfolgt worden.

In seinem Ausblick bat der BSRA-Vorsitzende unter anderem besonders die Unterstützung der Seniorengruppen, die Mitarbeit im Beirat „Seniorenwohnen“ und den Ausbau des Beratungsangebots des Pflegestützpunkts Ammerbuch in den Blick zu nehmen. Und an die Adresse der Kommunalpolitik gerichtet warb er um gute und verlässliche Rahmenbedingungen für die Seniorenarbeit. Seinen Dank für die vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit mit dem Vorstandskollegium verband er gegenüber seiner Stellvertreterin Ellen Dieter mit Blumen und einem Präsent.

Bürgermeisterin Christel Halm betonte in ihrem Grußwort, wie man in vielen Fragen gemeinsame und gute Lösungen erreicht habe. So etwa beim Pflegeheim, das die Gemeinde jetzt an die Samariterstiftung verkauft habe. Und beim geplanten Poltringer Seniorenzentrum sei nun der Aufstellungsbeschluss ergangen. Auch die Unterstützung der Seniorenarbeit durch ihre Sachgebietsleiterin Susanne Keefer zähle dazu. Die  jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit von Ellen Dieter sowohl im Seniorenrat als auch im Entringer Seniorenkreis bedachte die Bürgermeisterin mit viel Lob und Anerkennung. Besonders hob sie dabei den von ihr oft  organisierten „Urlaub im eigenen Bett“ hervor.

Der Erfahrungsbericht von Bürgerbus-Koordinator Christoph Bechtold über den auch vom BSRA geforderten und seit Oktober 2018 von der Gemeinde angebotenen kostenlosen Fahrdienst stieß ebenso auf großes Interesse. Dabei kam zum Ausdruck, dass der Bus durchaus noch mehr nachgefragt werden kann. „Ich habe zwar Verständnis, wenn man das eigene Auto möglichst lange noch selbständig steuern will, aber man sollte sich beim Ein- und Ausstieg doch nicht so abquälen, wie ich das oft beobachte“, so der Koordinator.

Die anstehenden Regularien mit Berichten der Kassiererin Erika Aicheler und den Kassenprüferinnen Angela Krohmer und Sabine Schaffert-Renz sowie die Entlastung des Vorstands fanden jeweils die erforderliche Zustimmung. Bei den  notwendig gewordenen Nachwahlen wurden Inge Eißler als Vorsitzende, Roland Steiner als Schriftführer und als Beiratsmitglieder gewählt bzw. berufen: Monika Rohlfs, Ingrid Bückle und Günter Planner. Für die Funktion einer/s stellvertretenden Vorsitzenden wollte niemand kandidieren.

Mit dem gemeinsam gesungenen und von der Mundharmonikagruppe begleiteten Lied „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ wurde die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung beendet.

Bericht über den Vortrag von Michael Lucke, Kreisseniorenrat Tübingen am 17.05.2018 in Altingen zum Thema “Wohnen und Pflege im Alter – Wohngemeinschaften in Ammerbuch”

Eine Kopie der beim Vortrag gezeigten Folien können Sie hier herunterladen.

Was sind ambulant betreute Wohngemeinschaften?

Ambulant betreute Wohngemeinschaften ermöglichen ein weitgehend selbstbestimmtes Wohnen. Ziel ist es, dass ältere Menschen und Menschen mit Behinderung überall im Land auf ein entsprechendes Angebot zugreifen können.
Mit dem neuen Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege (WTPG) wird eine Vielzahl verschiedener innovativer Wohnformen in Baden-Württemberg ermöglicht. Vorgesehen ist, dass ambulant betreute Wohnformen künftig als zusätzliche Säule neben dem Wohnen in den eigenen vier Wänden, trägerbetriebenen ambulanten Wohngemeinschaften und stationären Einrichtungen im Land etabliert werden. Getragen werden ambulant betreute Wohngemeinschaften von einem Anbieter – das können auch Angehörigeninitiativen, Bürgervereine oder Kommunen sein. Die Wohngemeinschaften dürfen je nach Einrichtung zwischen acht und zwölf Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen und orientieren sich bewusst an der eigenen Häuslichkeit. Weitere Informationen bei: FaWo – Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen
Senefelderstraße 73, 70176 Stuttgart, Telefon: 0711 6375-762 und -763, Fax:  0711 6375-761 E-Mail: fawo@kvjs.de.    www.kvjs.de/soziales/senioren/fawo.html

Bericht über die Mitgliederversammlung des BSRA am 23.04.2018
in der Begegnungsstätte Ammerbuch-Entringen

Nach einem musikalischen Auftakt mit Marianne Schmid am Flügel und der allgemeinen Begrüßung durch den Vorsitzenden, Roland Ensinger, wurden als Gäste persönlich willkommen geheißen Max Hitzler, Ehrenvorsitzender des BSRA, Hans Jellouschek vom Unterstützerkreis, Renate Köhler vom Seniorenkreis der evang. Kirchengemeinde, Gerda Rempp vom ev.-methodistischen Seniorenkreis und Gaby Ruth vom Seniorenkreis der St. Moritzgemeinde Entringen. Besonders begrüßt wurden außerdem Susanne Keefer von der Gemeindeverwaltung, Doreen Schulze vom Pflegestützpunkt Angela Krohmer, Regionalbeauftragte der Samariterstiftung Nürtingen, Sabine Schaffert-Renz, Ulrike Lösch und Sandra Zanker, alle vom Samariterstift Entringen, sowie Georg Dürr als Behindertenbeauftragter, Klaus Kuhm als VdK-Vertreter und vom Hospizdienst Ammerbuch Antje Fischer und Kerstin Reese.

Entschuldigt waren Bürgermeisterin Christel Halm, Ingrid Bückle von der Begegnungsstätte Entringen, Christa Sambeth-Baetzner vom DRK, Gundula Wälde und Carmen Gömann von der Diakoniestation Ammerbuch sowie Michael Lucke, Vorsitzender des Kreisseniorenrats Tübingen.
In seinem Grußwort hat Klaus Kuhm die gemeinsamen Ziele des VdK und des Seniorenrates, nämlich die soziale Einbindung der älteren Menschen in die Gesellschaft, hervorgehoben und hier insbesondere auf die Umsetzung der Barrierefreiheit hingewiesen. Zugleich stellte er kurz den VdK als größten gemeinnützigen Sozialverband Deutschlands mit 1,8 Mio. Mitgliedern vor, dessen Kernkompetenz alle Bereiche des Sozialrechtes sind. So bietet er seinen Mitgliedern Rechtsberatung, z.B. bei Leistungen nach SGB XII, im Behindertenrecht, bei Fragen zur Rentenversicherung. In Tübingen unterhält er dazu eine Rechtsberatungsstelle.

Die Regionalbeauftragte der Samariterstiftung, Angela Krohmer, informierte in ihrem Grußwort darüber, dass das Pflegeheim in Entringen auf jeden Fall weiterbetrieben werden wird und dass die Stiftung an einem Kauf interessiert sei. Die geänderten gesetzlichen Vorgaben würden allerdings den Betrieb des Heimes erschweren, weil einige Zimmer nicht dem vorgeschriebenen Zuschnitt entsprechen oder zu klein sind. Die Stiftung sei aber bemüht, das Heim entsprechend umzubauen, um die erforderliche Genehmigung der Heimaufsicht für die Weiterführung der Einrichtung zu bekommen. Der bisherige Umfang der Betreuung mit 29 Pflegeplätzen werde auf jeden Fall erhalten bleiben. Im Bereich der Tagespflege solle das Angebot sogar ausgeweitet werden, um der großen Nachfrage entsprechen zu können. Aus Sicht von Krohmer solle auch die Diakoniestation weiterhin räumlich einbezogen bleiben, da dies für die tägliche Arbeit von Vorteil sei.

Zu Beginn seines Rechenschaftsberichts dankte Roland Ensinger dem Vorstandsteam für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Sein Bericht  war durch einige Schwerpunkte gekennzeichnet,  die in den vergangenen dreieinhalb Jahren vom Seniorenrat zu bewältigen waren. „Dabei wollten wir uns nicht nur um Freizeitgestaltung und kulturelle Angebote, sondern vor allem darum kümmern, wo sich Fragen und Probleme der älteren Generation in Ammerbuch stellen“, betonte der BSRA-Vorsitzende. Dennoch war es anfangs wichtig herauszufinden, wie die über 40 Jahre alt gewordene offene Altenarbeit, also das ehrenamtliche Engagement in den Seniorenkreisen, -clubs und -gruppen in den sechs Gemeindeteilen unterstützt und weiterentwickelt werden könnte.
Unter Hinweis auf den demografischen Wandel mit deutlicher Zunahme von älteren und hochbetagten Menschen auch in Ammerbuch konzentrierte sich das Engagement des Seniorenrats auf die Erhaltung des Beratungsangebots des Pflegestützpunkts, auf den Aufbau eines innerörtlichen Mobilitätskonzepts (Bürgerbus) und auf das Thema „Wohnen und Pflege im Alter“. Letzterem widmete er besondere Aufmerksamkeit durch Exkursionen zu Pflege-Wohngemeinschaften und durch die Erarbeitung eines Positionspapiers hinsichtlich des Bedarfs stationärer Pflegeplätze. Zudem initiierte der Seniorenrat  in Kooperation mit dem VdK das Projekt „barrierefreies Ammerbuch“. Die Planung und Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen mit der Begegnungsstätte und dem Pflegestützpunkt gehörte ebenfalls zum Aufgabenspektrum der Seniorenvertretung. „Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, mit anderen Gruppen, Organisationen und Einrichtungen zusammenzuarbeiten, die ebenfalls für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger tätig sind und an der Verbesserung und Pflege der Beziehungen zwischen den Generationen interessiert sind“, führte Ensinger aus. Er hoffe, „dass Gemeinderat und Gemeindeverwaltung den vielfältigen freiwilligen Einsatz des Seniorenrats künftig noch stärker beachten und unterstützen werden“.

Zügig wurden sodann die Regularien Kassenbericht, Haushaltsplan und Kassenprüfungsbericht von der Versammlung ohne Beanstandungen bestätigt und der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt.

Für die nächsten drei Jahre wurden wiedergewählt: Roland Ensinger zum Vorsitzenden (mit einer „Ausstiegsklausel“ für einen vorzeitigen Rücktritt), Ellen Dieter als Stellvertreterin, Günter Planner als Schriftführer und Erika Aicheler als Kassiererin. Neue Beiratsmitglieder wurden Inge Eißler aus Breitenholz, Elsbeth Holz aus Pfäffingen und Ulrike Lösch aus Entringen. Jörg Beirer kandidierte nicht mehr. Zu Rechnungsprüfern wurden Angela Krohmer und Max Hitzler bestellt. Dankenswerterweise hatte sich Susanne Keefer als Wahlleiterin zur Verfügung gestellt.

Bei der sich anschließenden Präsentation der Arbeit des Besuchs- und Hospizdienstes Ammerbuch durch Antje Fischer und Kerstin Reese wurde deutlich, dass Sterben als ein normaler Bestandteil des Lebens begriffen werden muss. Es gelte Sterbende und ihre Angehörigen rechtzeitig zu unterstützen, was auch zur gesellschaftlichen Verantwortung gehöre. Auffallend sei, dass in Ammerbuch das Angebot relativ wenig in Anspruch genommen werde.
Die Referentinnen erläuterten, dass außer der Sterbe- und Trauerbegleitung die Aus- und Fortbildung ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Hospizarbeit ist. Abschließend machten sie noch auf das Trauercafé und den Trauerweg auf dem Waldfriedhof Herrenberg aufmerksam. Als Dank für ihren eindrucksvollen Bericht bekamen die Referentinnen von Roland Ensinger schön blühende Petunien überreicht.

Der Vorsitzende schloss die Versammlung und dankte allen Teilnehmern für ihr Interesse und insbesondere den Helferinnen und Helfern für die Bewirtung.

Zur Neukonzeption der Pflegestützpunkte (PSP) im Landkreis Tübingen mit Konsequenzen für Ammerbuch

Die seit Beginn des Jahres 2017 für Ammerbuch geltende  strukturelle Veränderung des Beratungsangebots kann den gestiegenen Anforderungen aus Sicht des  BSRA nicht gerecht werden.
Nach der langjährigen Mitarbeiterin, Diplomsozialarbeiterin Ingrid Bückle, ist seit Mai 2019 Frau Andrea Seitz für Ammerbuch zuständig. Sie ist dem PSP Rottenburg organisatorisch zugeordnet, hat im Rathaus Entringen, Kirchstr. 6, ihr Büro und ist  donnerstags am Vormittag und mittwochs ganztags über Telefon  01 70 – 7 16 30 45 zu erreichen.
Der Hinweis des Landratsamtes, dass für Ratsuchende  auch die zwei anderen Pflegestützpunkte in Tübingen und Mössingen zur Verfügung stehen, entspricht nicht der Maßgabe eines ortsnahen Hilfeangebots.
Spitzenvertreter der Kranken- und Pflegekassen sowie der kommunalen Landesverbände haben sich am 12.11.2015 auf ein deutlich dichteres Netz an Pflegestützpunkten in Baden-Württemberg geeinigt. So soll die Anzahl mittelfristig um 24 zusätzliche Pflegestützpunkte auf dann insgesamt 72 im Land steigen.
„Hier sind die Kommunen stark gefordert, denn die wohnortnahe Versorgung sichert die Lebensqualität von Pflegebedürftigen“, so Joachim Walter, Präsident des Landkreistages Baden-Württemberg. Das Ausbaukonzept wird stärker als bisher die Beratung, Koordinierung und Vernetzung als Aufgabe der Pflegestützpunkte definieren.
Die Finanzierung wird zu zwei Drittel von den Kranken- und Pflegekassen sowie zu einem Drittel vom jeweiligen Stadt- oder Landkreis aufgebracht.

Initiative für ein “barrierefreies Ammerbuch”

Barrierefreiheit bedeutet, wenn zum Beispiel Gehwege, Straßenübergänge und alles was für Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren oder auch für Kinderwagen „in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind“ (§ 4 Behindertengleichstellungsgesetz i. d. F. 2016).
Ohne Zweifel gibt es dafür in jedem Gemeindeteil Ammerbuchs genug zu tun. Das zeigen die inzwischen eingegangenen Rückmeldungen und die in Zusammenarbeit mit den Ortsvertretungen des Sozialverbands VdK durchgeführte Erfassung exemplarischer Beispiele.  Diese wurden am 10.10.2016 in der Gemeinderatssitzung präsentiert und sind über das Ratsinformationssystem der Gemeindeverwaltung einzusehen.
Hinweise und Anregungen zu dieser Aufgabenstellung nehmen weiterhin entgegen:  Jörg Beirer, Tel. 07073-500607, und Georg Dürr, Tel. 07073-9101299, oder per E-Mail: bsr-ammerbuch@freenet.de.

Ratgeber zu betreutem Wohnen und guter Pflege sowie Wissenswertes bei Ausfall der Pflegeperson bei häuslicher Pflege:

„Gute Pflege erkennen – professionelle Pflege zu Hause”
Der übersichtlich gestaltete Ratgeber ist eine gute Hilfe bei der Frage, welche Erwartungen an ambulante Pflegedienste realistisch sind und welche nicht. Pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen erhalten damit leicht verständliche Hinweise, wie angemessene, fachlich richtige Pflege sein sollte. Dadurch können gezielt Fragen an ambulante Pflegedienste gestellt und eine für den Pflegebedarf sinnvolle Auswahl getroffen werden.
Der kostenlose Ratgeber kann bestellt werden bei: Zentrum für Qualität in der Pflege, Reinhardtstraße 45, 10117 Berlin, Telefon: 030 / 275 93 95 – 0; per E-Mail: bestellung@zqp.de oder ist als PDF-Datei von www.zqp.de herunterladbar.

„Betreutes Wohnen“ und „Das richtige Pflege- und Seniorenheim“
Dafür bieten die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und die Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) aktuelle Ratgeber und Checklisten an. Kostenlos zu bestellen bei BAGSO, Thomas-Mann-Str. 2-4, 53111 Bonn, Tel.: 0228 / 24 99 93 11, E-Mail: bestellungen@bagso.de.

Wissenswertes bei Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson
Damit es den Pflegebedürftigen an nichts fehlt, erbringen Angehörige oft großen Einsatz und verzichten auf einiges. Aber wenn die Pflegeperson doch einmal dringend eine Auszeit benötigt oder durch Erkrankung ausfällt, dann können die Pflegekassen pflegende Angehörige und private Pflegepersonen finanziell unterstützen. Voraussetzung ist, dass der oder die Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 2 hat und zuvor mindestens sechs Monate in häuslicher Umgebung versorgt wurde. Es lohnt sich also sich bei der jeweiligen Krankenkasse über die Angebote Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege informieren und beraten zu lassen. Beratung kann auch über den Pflegestützpunkt Landkreis Tübingen, Außenstelle Ammerbuch, eingeholt werden. Näheres unter www.pflegestuetzpunkt-tuebingen.de.

Wenn Pflege zu Hause belastet

Einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause zu betreuen, ist eine schwere Aufgabe. Sie kostet viel körperliche und noch mehr seelische Kraft. Viele pflegende Angehörige unterschätzen zu Anfang leicht, wie anstrengend die Arbeit ist. Und je weiter die Erkrankung des Pflegebedürftigen fortschreitet, desto mehr Aufgaben sind zu bewältigen. Zeit wird immer knapper, das eigene Leben kommt zu kurz. Vielfach gestehen sich pflegende Angehörige erst sehr spät ein, dass sie überfordert sind. Manchmal erst dann, wenn sie von andauernder Erschöpfung selbst krank werden.
Wenn Pflege derart belastet, dass Sorgen nachts den Schlaf rauben oder schwer auf der Seele lasten, besteht die Möglichkeit, sich kostenlos und auf Wunsch auch anonym im Netz von Experten helfen zu lassen. Bei der psychologischen Online-Beratung „pflegen und leben.de“ stehen versierte Fachkräfte per Mail so lange mit Rat und Tat zur Seite, bis eine individuell zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. E-Mail-Adresse: mail@pflegen-und-leben.de. Außerdem enthält das Portal viele nützliche Infos und Tipps zur Entlastung im Pflegealltag: www.pflegen-und-leben.de. Beratung kann auch über den Pflegestützpunkt Landkreis Tübingen, Außenstelle Ammerbuch, eingeholt werden. Näheres unter www.pflegestuetzpunkt-tuebingen.de

Unfallversicherungsschutz für Pflegepersonen

Bei der Unfallkasse Baden-Württemberg besteht ein Unfallversicherungsschutz für alle nicht erwerbsmäßig in der häuslichen Pflege tätigen Pflegepersonen. Nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen sind z.B. Familienangehörige, Freunde, Nachbarn etc., die einen Pflegebedürftigen im Sinne der Pflegeversicherung nicht erwerbsmäßig in häuslicher Umgebung pflegen. Diese Personen sind beitragsfrei versichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 17 Sozialgesetzbuch SGB VII).
Wie die Unfallkasse mitteilt, haben viele pflegende Personen keine Kenntnis über ihren Versicherungsschutz.
Weitere Infos unter Tel. 0711-9321-0 und www.ukbw.de.

Bezirksseniorenrat Ammerbuch (BSRA) beim Projekt „Engagierte Stadt“ von Beginn an beteiligt

Auch der Bezirksseniorenrat ist daran interessiert, dass ein stabiles und generationenübergreifendes Netzwerk für alle, die sich in Ammerbuch bürgerschaftlich einbringen, entsteht und weiterentwickelt wird. Inzwischen konnte das Bündnis “Ammerbuch aktiv – Vielfalt verbindet” (AAVV) gebildet  und eine Kontakt- und Anlaufstelle  im Jugendhilfebüro der Martin-Bonhoeffer-Häuser (MBH) in A.-Entringen, Kirchstr. 5, eingerichtet werden. Dort ist Diplompädagogin Annemarie Lemeunier mit einem 25 %-Stellenumfang für das Projekt zuständig und donnerstags von 9.00 bis 10.30 Uhr unter Tel. 07073-9101433 erreichbar und per E-Mail: ammerbuch-aktiv@mbh-jugendhilfe.de.
Aktuelle Informationen können unter der neuen Rubrik “AKTIV IN AMMERBUCH” des Amtsblatts der Gemeinde AmmerbuchAktuell und über die projekteigene Homepage eingesehen werden: www.ammerbuch-aktiv.de.

Kooperation des BSRA mit der Begegnungsstätte Ammerbuch bzw. mit dem Pflegestützpunkt

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kreuz und quer” für Herbst/Winter 2017/2018 wurden u.a. durchgeführt:
– Barrieren im Alltag – was ist das?
– Schlaganfall – eine Geisel unserer Zeit!
– Kontinenz! Wie wir sie erhalten können.
– Viel mehr als Kaspertheater – das Spiel mit der Handpuppe.
Wenn zur Ruh die Glocken läuten….
Informationen über die nächste Veranstaltungsreihe können unter 07073/3003240 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail begegnungsstaette-ammerbuch@online.de. erfragt werden. Aktuelle Nachrichten können auch im wöchentlich erscheinenden  amtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde Ammerbuch eingesehen werden.

Barrierefreie Haushaltsgeräte – neue Publikationen zeigen Handlungsbedarf auf

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) präsentieren zwei Publikationen zum Thema „Barrierefreie Haushalts- und Unterhaltungselektronik“. Sie weisen auf notwendige Veränderungen hin.
Bei Geräten wie Waschmaschine, Radio und Backofen sind Sensortasten und Touchscreens auf dem Vormarsch. Der technische Fortschritt hat jedoch seine Schattenseiten: Immer mehr Geräte der Haushalts- und Unterhaltungselektronik sind für blinde und sehbehinderte Menschen nicht bedienbar.
Die beiden gedruckten Broschüren können kostenlos bezogen werden über www.dbsv.org/broschueren.html, oder über Tel.: 0228 / 24 99 93 18, E-Mail: lenz@bagso.de.

MultipleSklerose – unsichtbare Symptome

Die meisten Menschen verbinden mit Multiple Sklerose (MS) körperliche Beeinträchtigungen. Dabei gibt es eine Vielzahl an nicht sichtbaren Symptomen, unter denen Erkrankte leiden. Dazu gehören zum Beispiel Seh- und Augenbewegungsstörungen, Fatigue (abnorme Erschöpfbarkeit), kognitive Störungen, Blasen- und Darmstörungen, Schlafprobleme, Depressionen, sexuelle Störungen, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen, Sprech-, Atem- und Schluckprobleme. In einer Broschüre, die gemeinsam von AMSEL, der Aktion Multiple Sklerose Erkrankter Baden Württemberg, und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DSMG) herausgegeben wurde, sind die verborgenen Symptome der Krankheit und die jeweiligen Therapiemöglichkeiten beschrieben.
MS-Erkrankte berichten darüber hinaus von ihren Schwierigkeiten im Umgang mit der Krankheit. Besonders belastend ist es, wenn nahe Angehörige oder Partner abweisend regieren. Weil äußerlich kein Symptom sichtbar ist und weil es schwierig ist, Unbeteiligten die Auswirkungen der Symptome zu erklären. Die 28-seitige Publikation „Unsichtbare Symptome der MS“ ist auf www.amsel.de/shop erhältlich.

Gefahr von Armut steigt

Immer mehr Menschen über 65 Jahre drohen zu verarmen. Im Jahr 2006 war noch jeder zehnte Bundesbürger über 65 Jahren von Altersarmut bedroht, im Jahr 2013 war es bereits jeder siebte. Das geht aus einer aktuellen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Besonders häufig betroffen sind Frauen, Alleinstehende, Geringqualifizierte und Migranten. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte zur Verfügung haben. (Südwestpresse vom 13.10.2015)

„Schuldenfrei im Alter“ – bereits in 2. Auflage

In zunehmendem Maße sind auch Senioren und Seniorinnen davon betroffen, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Somit ist die Alterssicherung, die ein würdiges Leben im Alter ermöglichen soll, gefährdet. Bevor es allerdings zu einem unübersehbaren Schuldenberg oder gar zu einer „Schuldenkarriere“ kommt sollte frühzeitig Beratung und Hilfe in Anspruch genommen werde. Die Broschüre „Schuldenfrei im Alter“ bietet dafür viele Informationen an. Bestelladresse: Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO), Bonngasse 10, 53111 Bonn, und per E-Mail unter kontakt@bagso.de.

„Flüchtlinge begleiten“

heißt eine 50-seitige Praxishilfe für ehrenamtliche Helfer und Helferinnen. Die Broschüre ist von den Diakonischen Werken Württemberg und Baden sowie von den Caritasverbänden der Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg herausgegeben worden. Das Heft erklärt Rechtsbegriffe und benennt Vorbedingungen für das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe. Erhältlich über Telefon 0711-1656-0.
Weitere Infos unter: www.diakonie-wuerttemberg.de/flucht-und-asyl.

„Sehen im Alter“ – eine neue Broschüre

Anlässlich des in Frankfurt am Main stattgefundenen 11. Deutschen Seniorentags stellten die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die neue Broschüre „Sehen im Alter“ vor. Die Publikation richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und informiert über Sehveränderungen im Alter und Sehhilfen sowie über Unterstützungs-, Rehabilitations- und Beratungsangebote. Damit soll erreicht werden, vermeidbaren Sehverlust zu verhindern und Menschen mit Seheinschränkung zu unterstützen.
Die Broschüre „Sehen im Alter – Informationen und Tipps“ – DIN A5, 68 Seiten mit farbigen Abbildungen – kann mit der Bestellnummer 60582311 kostenfrei bezogen werden: per Post bei: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln, per E-Mail: order@bzga.de oder per Fax: 0221/ 89 92 257.

Fakten über die Alzheimer-Krankheit

Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags am 21. September 2015 verwies die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) unter anderem auf folgende Fakten zur Alzheimer-Krankheit:
1. Alzheimer und Demenz
Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Allein in Deutschland sind bis zu 1,2 Millionen Menschen von der Alzheimer-Krankheit betroffen – Tendenz steigend.
2. Risikofaktoren
Das größte bekannte Alzheimer-Risiko ist das Alter. Alzheimer tritt normalerweise bei Personen auf, die älter als 65 Jahre sind. Darüber hinaus erhöhen genetische Risikofaktoren wie das Gen Apolipoprotein e4 (ApoE4) die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer zu erkranken. Bluthochdruck und Cholesterin sowie Diabetes führen ebenfalls zu einem erhöhten Risiko.
3. Symptome und Diagnose
Vergesslichkeit, nachlassende Lernfähigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Orientierungsschwierigkeiten, Veränderungen der Persönlichkeit, beeinträchtigtes Urteilsvermögen und Sprachprobleme können auf eine Alzheimer-Erkrankung hindeuten. Bei Symptomen sollte der Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit erfolgt in erster Linie klinisch, also durch die Untersuchung eines Arztes.
4. Behandlung
Die Alzheimer-Krankheit ist fortschreitend und kann bislang nicht geheilt werden. Medikamentöse Behandlungsformen mit Antidementiva und nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeiten wie Biografiearbeit können den Verlauf der Erkrankung verzögern und die Lebensqualität von Menschen mit Alzheimer steigern.
5. Pflege
Rund zwei Drittel aller Menschen mit Alzheimer werden zu Hause gepflegt. Für die Angehörigen ist die Pflege mit einer großen Belastung verbunden, da der Betreuungsaufwand sehr hoch ist. Mit dem 2. Pflegestärkungsgesetz sollen Alzheimer-Patienten ab 2017 mehr Ansprüche auf Leistungen der Pflegeversicherung erhalten.
6. Vorbeugen
Bisher kann die Alzheimer-Krankheit durch Präventionsmaßnahmen zwar nicht vermieden werden, dennoch lässt sich das Risiko mindern. Wissenschaftler weisen auf vier Säulen der gesunden Lebensführung hin, die für jeden Menschen gelten: gesunde Ernährung, reichlich Bewegung, geistige Aktivität und ein reges soziales Leben.
Ausführliche Informationen zu allen Fakten können kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; per Internet auf www.alzheimer-forschung.de, Rubrik “Aufklärung & Ratgeber”, per E-Mail info@alzheimer-forschung.de oder unter Telefon 0211 – 86 20 66 0.

Weitere Informationen und Ratgeber zum Thema Demenz
Über den Umgang mit der Demenzerkrankung in pflegerischer, medizinischer und rechtlicher Hinsicht informieren beispielsweise die Broschüren
“Wenn die alte Welt verlernt wird”, Diakonie Deutschland, Berlin 2015 (Tel.: 030/65211-0; E-Mail: diakonie@diakonie.de;  www.diakonie.de)
“Aktiv und dabei bleiben”, “Den Alltag erleichtern” = Tipps für Menschen mit einer beginnenden Demenz. Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V., Stuttgart 2014 (Tel.: 0711/248496-60; E-Mail: info@alzheimer-bw.de; www.alzheimer-bw.de)